Wie geht es weiter, wenn das Bundesverwaltungsgericht in Leipizig endgültig über die Südumfliegung entscheidet? Darüber diskutierte ein hochkarätiger Teilnehmerkreis auf Einladung der SPD Ober-Olm in der Ulmenhalle. Rund 100 Bürgerinnen und Bürger konnte der SPD-Kandidat für das Amt des Ortsbürgermeisters, Karl-Heinz Greb, zu Beginn der Veranstaltung begrüßen.
Es geht besser und leiser – Veranstaltung der SPD Ober-Olm zum Thema Fluglärm
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Staatssekretär Günter Kern aus dem rheinland-pfälzischen Innenministerium stellte als Hauptproblem heraus, dass das Thema Fluglärm bei bundesgesetzlichen Regelungen bislang keine Berücksichtigung findet. Er hofft, dass Rheinland-Pfalz über den Bundesrat bundesweit einheitliche Regelungen zum Fluglärmschutz initiieren kann, aber es ist sehr schwierig, andere Bundesländer, deren Bürger nicht in diesem Maß vom Lärm betroffen sind, für eine Initiative zu gewinnen.
„Es ist ein Erfolg für die Region, dass das Verwaltungsgericht in Kassel die Südumfliegung am Frankfurter Flughafen für rechtswidrig erklärt hat“, betonte der Nieder-Olmer Verbandsbürgermeister Ralph Spiegler. „Nun werden die Karten neu gemischt“, ergänzte der Fluglärmbeauftragte der Verbandsgemeinde, Olaf Hagedorn.
Bernhard Schmitz, Klagevertreter der Ortsgemeinde bringt den Erfolg der Klage auf den Punkt. „Es ist ein Urteil gegen Willkür. Man kann es besser und leiser machen. Wir sind der Meinung, dass man den Flughafen leiser betreiben kann, ohne an Kapazitäten zu verlieren, so Schmitz. Am besten sollten die Flugrouten komplett neu geplant werden, forderte der Rechtsanwalt.
Bei der anschließenden sehr engagierten Diskussion unter Moderation von Hermann Schröer waren sich alle einig, dass die Region weiter die Stimme erheben muss. Das unter den 40 Mitgliedern in den Fluglärmkommission mit der Stadt Mainz und dem Landkreis Mainz-Bingen nur zwei linksrheinische Kommunen vertreten seien, kritisierte Verbandsbürgermeister Spiegler heftig. „Mehr Mitsprache und mehr Transparenz ist eine parteiübergreifende Forderung“, stellte der Vorsitzende des Ortsvereins und Bürgermeisterkandidat Greb heraus. Er freute sich, dass unter den Gästen auch Besucher aus Mainz und anderen Gemeinden sowie Vertreter anderer Parteien waren und damit deutlich machten, dass das Thema den Schulterschluss der Region brauche. „Wir müssen alle an einem Strang ziehen, aber jeder hat dabei verschiedene Aufgaben und Möglichkeiten“, so Greb in der Zusammenfassung dieser sehr informativen und gut organisierten Veranstaltung.
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